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Andrea hat mir letzte Woche eine E-Mail geschickt. Zwischen Kursabgabe, drei halbfertigen Landingpages und Urlaubskoffer packen. (Ich hab beim Lesen kurz gezählt. Das sind vier Baustellen. Gleichzeitig. Ich hab ihr nicht gesagt, dass ich das bewundernswert und leicht wahnsinnig finde.) Und ganz am Ende, fast schon als Nachsatz: "Mein Konzept, das ich ja habe, muss ich erst noch sortieren." Ich hab die Mail kurz auf dem Bildschirm stehen lassen. Weil ich diesen Satz kenne. Ich kenn ihn aus Gesprächen mit Selbstständigen, die seit Monaten einen Newsletter schreiben wollen. Ich kenn ihn aus Gesprächen mit mir selbst. Und ich kenn ihn, weil er so verdammt logisch klingt, dass man gar nicht merkt, was er eigentlich macht. Er verschiebt. Das Konzept wartet aufs Sortieren. Der Newsletter wartet aufs Konzept. Die Leserin wartet auf den Newsletter. Und alle zusammen warten auf einen Moment, der irgendwie nie ganz der richtige ist. Andrea hat noch geschrieben: "Is ja wurscht, bin ja noch jung." Ich hab gelacht. Und dann hab ich an meinen eigenen Ordner gedacht. Den, der "Newsletter Ideen" heißt und aus dem Jahr 2021 stammt. Er ist noch da. Er schaut mich manchmal an. Wenn du grad nickst, Reader, dann ist das hier dein Link. Dauert drei Minuten. Ich forsche gerade genau dazu, was zwischen "jetzt fang ich an" und "nächsten Monat vielleicht" wirklich passiert. Die Antworten, die ich bisher gehört hab, überraschen mich. Und sie helfen mir, das, was ich gerade entwickle, so zu bauen, dass es wirklich passt, wenn du es brauchst. Deine Antwort fehlt mir noch, Reader. Das Formular dauert drei Minuten. Je ehrlicher, desto besser wird, was draus wird. Hier klicken, bevor du wieder drei andere Dinge dazwischenschiebst. ;-) Birgit P.S. Carmen hat mir übrigens auch noch geschrieben, was bei ihr das X ist. Ich verrat's nicht. Aber ich schmunzel noch. |
Ich schreibe Newsletter für Coaches, Berater und Dienstleister. Damit aus stillen Kontakten Kunden werden. Ohne Dauerposten auf Social Media und ohne Verkaufsgebrüll.
Bubi steht heut Früh am Klo, Tür sperrangelweit offen (Privatsphäre ist bei uns eher ein theoretisches Konzept), und ruft quer durchs Haus: „Mama! Ich hab mein Lied fertig gesungen, bevor ich fertig war!" Ich weiß bis heute nicht, was das heißen soll. Aber irgendwas an dem Satz lässt mich nicht los. Weil genau so fühlt sich für die meisten Selbstständigen ihr Newsletter an. Das Lied ist längst geschrieben, im Kopf, in Bruchstücken, zwischen zwei Kundenterminen. Nur singt's nie wer fertig. In...
Letzten Dienstag, kurz vor neun. Bubi steht plötzlich im Türrahmen, Schlafanzug mit den Traktoren drauf, die kurzen Haare vom Kopfkissen ganz platt auf der einen Seite, und schaut mich an, wie ich wie wild am Laptop tippe, als würd ich grad ein Attentat planen. „Mama. Was machst du da die ganze Zeit." „Ein Geheimnis", sag ich. Er überlegt kurz, ganz ernst. „Ein gutes oder ein schlechtes." „Ein gutes." „Für mich?" „Nein, für andere Selbstständige, die einen Newsletter haben." Stille. Dann,...
Freitagnachmittag, ein winziges Kaffeehaus in Innsbruck, vier Frauen und ich quetschen uns um einen viel zu kleinen Tisch. Meine alte Klasse aus der Höheren Schule. Dreißig Jahre her, gefühlt eine halbe Ewigkeit. Fünf Minuten Small Talk, dann ist die Höflichkeit erledigt. Veronika macht unseren alten Mathe-Professor nach, Toupet und alles, ich lach so fest, dass mir fast der Kaffee aus der Nase kommt. Babsi erinnert sich an meine Dauerwelle mit siebzehn (bitte, wir reden hier von einer...