|
Freitagnachmittag, ein winziges Kaffeehaus in Innsbruck, vier Frauen und ich quetschen uns um einen viel zu kleinen Tisch. Meine alte Klasse aus der Höheren Schule. Dreißig Jahre her, gefühlt eine halbe Ewigkeit. Fünf Minuten Small Talk, dann ist die Höflichkeit erledigt. Und dabei hab ich, ganz ehrlich, drei von den vieren in dreißig Jahren kaum gesehen. Ein Like hier, ein kurzer Gruß dort, das war's eigentlich schon. Trotzdem hat's sofort gepasst. Null Anlaufzeit. Ich war sooooo gerührt, ehrlich, hab's selber nicht kommen sehen. Samstag früh dann Richtung Lechtal. Am Abend die Feier. Meine beste Freundin seit über dreißig Jahren wird fünfzig. Ich schau mich um im Raum und seh... die exakt gleichen Gesichter wie beim Vierziger. Ich sag zu meiner Sitznachbarin: "Wir könnten uns die Einladungen sparen und gleich 2036 im Kalender blocken." Genau da ist mir wieder mal was klargeworden. Über Freundschaften, die halten. Und über Newsletter, die halten. Meine Freundschaften mit den vieren aus der Schule sind auch über dreißig stille Jahre stabil geblieben. Dein Newsletter funktioniert nach demselben Prinzip. Social Media ist eher die Bekanntschaft, die täglich Pflege braucht, sonst verschwindest du aus dem Feed und aus dem Kopf. Dein Newsletter ist die Freundin aus der Schulzeit. Lange Pausen machen ist ihr wurscht, sie ist trotzdem sofort wieder da, wenn's drauf ankommt. Reader, wenn du auch so eine Verbindung zu deiner Liste willst, eine, die hält, auch wenn du grad am Berg oder am Wasser bist, dann meld dich bei mir. Ich bau dir den Newsletter, der genau das schafft. Birgit P.S. Meine Sitznachbarin vom Fünfziger hat mich am Sonntag tatsächlich schon gefragt, ob der Termin für 2036 fix im Kalender steht. Ich hab ihr gesagt, den schreib ich gleich neben die nächste Newsletter-Deadline. Prioritäten, gell. |
Ich schreibe Newsletter für Coaches, Berater und Dienstleister. Damit aus stillen Kontakten Kunden werden. Ohne Dauerposten auf Social Media und ohne Verkaufsgebrüll.
Bubi steht heut Früh am Klo, Tür sperrangelweit offen (Privatsphäre ist bei uns eher ein theoretisches Konzept), und ruft quer durchs Haus: „Mama! Ich hab mein Lied fertig gesungen, bevor ich fertig war!" Ich weiß bis heute nicht, was das heißen soll. Aber irgendwas an dem Satz lässt mich nicht los. Weil genau so fühlt sich für die meisten Selbstständigen ihr Newsletter an. Das Lied ist längst geschrieben, im Kopf, in Bruchstücken, zwischen zwei Kundenterminen. Nur singt's nie wer fertig. In...
Letzten Dienstag, kurz vor neun. Bubi steht plötzlich im Türrahmen, Schlafanzug mit den Traktoren drauf, die kurzen Haare vom Kopfkissen ganz platt auf der einen Seite, und schaut mich an, wie ich wie wild am Laptop tippe, als würd ich grad ein Attentat planen. „Mama. Was machst du da die ganze Zeit." „Ein Geheimnis", sag ich. Er überlegt kurz, ganz ernst. „Ein gutes oder ein schlechtes." „Ein gutes." „Für mich?" „Nein, für andere Selbstständige, die einen Newsletter haben." Stille. Dann,...
Vor eineinhalb Jahren, Reader. Flohmarkt in der Früh, kalt, Kaffee aus dem Pappbecher. Ich seh sie und weiß sofort: die muss mit. Eine alte Kommode, wunderschönes Holz, Griffe aus Messing. Zuhause dann der erste Dämpfer. Viel zu hoch für einen Schreibtisch. Kein Problem, dachte ich mir. Bin ja die Erfinderin schlechthin. Bürosessel ganz nach oben gedreht. Immer noch zu hoch. Also die Wickelunterlage von meinem Sohn drunter geklemmt. Ein Stück höher jetzt, endlich. Nur meine Füße baumelten...