97 Cent am Tag für das, was ich grad gebaut hab


Letzten Dienstag, kurz vor neun.
Bubi steht plötzlich im Türrahmen, Schlafanzug mit den Traktoren drauf, die kurzen Haare vom Kopfkissen ganz platt auf der einen Seite, und schaut mich an, wie ich wie wild am Laptop tippe, als würd ich grad ein Attentat planen.

„Mama. Was machst du da die ganze Zeit."

„Ein Geheimnis", sag ich.

Er überlegt kurz, ganz ernst. „Ein gutes oder ein schlechtes."

„Ein gutes."

„Für mich?"

„Nein, für andere Selbstständige, die einen Newsletter haben."

Stille. Dann, völlig trocken: „Langweilig."
Und weg war er, zurück ins Bett, als hätt ich ihm grad erzählt, dass ich meine Steuererklärung mache.

Reader, das Geheimnis ist raus.

Über dreißig Selbstständige haben mir in den letzten Wochen von ihrem Newsletter erzählt. Ein Satz ist mir seitdem im Kopf hängen geblieben.

„Ich weiß eigentlich genau, was ich tun müsste. Ich komm nur nicht regelmäßig ins Umsetzen."

Genau für diesen Satz hab ich was gebaut.

Ich lese jeden einzelnen Entwurf selbst. Jede Woche, drei Monate lang, mit meiner Copywriting-Brille drüber.

Montag liegt dein Thema schon im Postfach.
Donnerstag geht dein Entwurf an mich raus, mit Herzklopfen oder ohne, ganz egal.
Freitagmorgen hast du mein Feedback zurück und drückst auf Senden, bevor die erste Kundenmail überhaupt reinflattert.

Macht bei 29 Euro im Monat genau 97 Cent am Tag. Weniger als eine Breze beim Bäcker.

Zum Storyletter Club

Schau's dir an. Maximal 20 Plätze, Start 14. September, und der Preis, den du dir jetzt sicherst, bleibt
für immer deiner.

Birgit

P.S. Bubi hat mich heut Früh noch gefragt, ob das Geheimnis jetzt vorbei ist.
Ich hab ja gesagt.
Er hat kurz genickt und gemeint: „Gut. Dann kannst du wieder normal mit mir reden beim Frühstück."
Fair enough.

Birgit Peer

Ich schreibe Newsletter für Coaches, Berater und Dienstleister. Damit aus stillen Kontakten Kunden werden. Ohne Dauerposten auf Social Media und ohne Verkaufsgebrüll.

Read more from Birgit Peer

Bubi steht heut Früh am Klo, Tür sperrangelweit offen (Privatsphäre ist bei uns eher ein theoretisches Konzept), und ruft quer durchs Haus: „Mama! Ich hab mein Lied fertig gesungen, bevor ich fertig war!" Ich weiß bis heute nicht, was das heißen soll. Aber irgendwas an dem Satz lässt mich nicht los. Weil genau so fühlt sich für die meisten Selbstständigen ihr Newsletter an. Das Lied ist längst geschrieben, im Kopf, in Bruchstücken, zwischen zwei Kundenterminen. Nur singt's nie wer fertig. In...

Freitagnachmittag, ein winziges Kaffeehaus in Innsbruck, vier Frauen und ich quetschen uns um einen viel zu kleinen Tisch. Meine alte Klasse aus der Höheren Schule. Dreißig Jahre her, gefühlt eine halbe Ewigkeit. Fünf Minuten Small Talk, dann ist die Höflichkeit erledigt. Veronika macht unseren alten Mathe-Professor nach, Toupet und alles, ich lach so fest, dass mir fast der Kaffee aus der Nase kommt. Babsi erinnert sich an meine Dauerwelle mit siebzehn (bitte, wir reden hier von einer...

Vor eineinhalb Jahren, Reader. Flohmarkt in der Früh, kalt, Kaffee aus dem Pappbecher. Ich seh sie und weiß sofort: die muss mit. Eine alte Kommode, wunderschönes Holz, Griffe aus Messing. Zuhause dann der erste Dämpfer. Viel zu hoch für einen Schreibtisch. Kein Problem, dachte ich mir. Bin ja die Erfinderin schlechthin. Bürosessel ganz nach oben gedreht. Immer noch zu hoch. Also die Wickelunterlage von meinem Sohn drunter geklemmt. Ein Stück höher jetzt, endlich. Nur meine Füße baumelten...