Land unter. Im Badezimmer.


Sechs Stunden Autobahn. Achtunddreißig Grad im Schatten, und Schatten gab's an dem Tag höchstens auf der Landkarte, wenn überhaupt. Drei Kinder am Rücksitz.

Falls sich das grad nach Urlaubsidylle anhört, lass mich das kurz geradebiegen.

Von hinten lief der Soundtrack im Halbstundentakt. "Ich hab Hunger." "Wann sind wir da." "Mir ist langweilig." "WANN. SIND. WIR. DAAA." Dazwischen Zoff um den Fensterplatz und um den Rubiks Cube, der offenbar über Leben und Tod entschied.

Details spar ich mir, ehrlich gesagt, weil sonst wird das hier länger als die Fahrt selbst.

Zuhause dann sofort Programm zwei.
Bubi in die Wanne, und ich fall über die Koffer her, sortier grob vor, klopf nebenbei den Urlaubssand aus jeder Ritze, in der Hoffnung, dass wenigstens DAS heute noch klappt.

Eine Viertelstunde später geh ich ins Bad.

Und erschrecke fast zu Tode.

Bubi hat aus der Badewanne offenbar seinen persönlichen Ozean gemacht (er nennt das später "forschen", ich nenn's Land unter).
Wellengang. Tsunami-Modus, live und in Farbe.
Wasser am Boden, an der Wand hoch bis zum Spiegel, und ich steh da, tropfnass, nach sechs Stunden Autobahn mental schon ziemlich am Anschlag.

In dem Moment hab ich kurz überlegt, ob ich die Tür einfach zumach und so tu, als wär grad Meeresrauschen zum Einschlafen im Programm. Ernsthaft.

Zum Glück, und wirklich nur zum Glück, hat meine Wohnung eine kleine Schwelle zwischen Bad und Gang. Eineinhalb Zentimeter, mehr Türstock als Bauwerk.
Aber genau die eineinhalb Zentimeter haben aus einer Bad-Überschwemmung eine überschaubare Pfütze gemacht, statt aus der ganzen Wohnung ein Freibad.

Eine Stunde Bad putzen danach.
Wischmop, ein ganzer Kübel Wasser raus, und meine Strandtücher, die zum Glück noch als Riesenhaufen im Hausgang lagen, haben den Rest aufgesaugt.
Perfekter Ausklang für einen Tag, der eh schon vom ersten Kilometer an anstrengend war.

Was mich an dem Abend am meisten beeindruckt hat, war eigentlich diese blöde Türschwelle.
Die stand einfach da, hat ihren Job gemacht, während ich mit Koffern beschäftigt war und keine Ahnung hatte, was im Bad grad abgeht.
Kein Alarm, kein Aufwand, einfach funktioniert.

Genau so ein Ding brauchst du für deine Kundenanfragen.
Etwas, das im Hintergrund läuft, während du grad mit Kindern, Koffern oder deinem eigenen Chaos beschäftigt bist.
Social Media braucht dich dagegen ständig und live, sonst rauscht die Reichweite ab wie mein Bad an dem Abend.
Ein Newsletter steht einfach da. Unspektakulär, zuverlässig, und genau dann zur Stelle, wenn's drauf ankommt.

Falls deiner grad eher wie die offene Badezimmertür funktioniert,
sprich eher sporadisch,
schreib mir zurück.
Zeig ich dir, wie du damit auch planbare Kundenanfragen holst.

Birgit

P.S. Bubi will jetzt Meeresbiologe werden. Wegen der "Forschung" von neulich. Ich überleg noch, wie ich ihm beibring, dass echte Meeresbiologen die Ozeane draußen suchen und nicht in der eigenen Badewanne anlegen.



Birgit Peer

Ich schreibe Newsletter für Coaches, Berater und Dienstleister. Damit aus stillen Kontakten Kunden werden. Ohne Dauerposten auf Social Media und ohne Verkaufsgebrüll.

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