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Der Teddy hängt am Stockbett, an einem Schnürsenkel, der eigentlich zu Bubis Turnschuhen gehört. "Damit er nicht runterfallt", sagt er, mit dem ernsten Blick von jemandem, der sich seiner Ingenieursleistung völlig sicher ist. Der Knoten ist ein einziger, wilder Wickel. Ich hab ihn trotzdem hängen lassen, weil man einem Sechsjährigen die eigene Erfindung nicht kaputtmacht, auch wenn sie beim ersten Windstoß versagt. Am nächsten Tag ist der Teddy runtergefallen. Ich muss ständig an diesen Schnürsenkel denken, wenn ich mir Websites von Coaches, Beratern oder Dienstleistern anschau, die seit Jahren mit derselben Startseite arbeiten und sich wundern, warum die Anfragen ausbleiben. Da hängt ein ganzes Business an einem einzigen, wild gewickelten Versprechen, das irgendwann vor drei Jahren mal gepasst hat, und niemand hat seitdem nachgeschaut, ob der Knoten noch hält. Am Berg würde mir sowas nicht passieren (zumindest nicht zweimal, das erste Mal war knapp genug). Bei der eigenen Website machen viele genau das Gegenteil. Einmal aufgesetzt, nie wieder angeschaut, und dann wundert man sich, warum der Teddy irgendwann runterfällt. Deshalb gibt's mein CopyCheck-Röntgen. Gratis, vierzig Sekunden, sieben Diagnose-Linsen für die eigene Seite. Wer mag, kann sich das Ergebnis anschauen und selbst nachbessern. Birgit PS: Falls du grad an deinen eigenen Knoten denkst, hier entlang: copycheck.wortmanufaktur.eu/analyzer. |
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Dienstagnachmittag hat mir mein Sechsjähriger mitten am Waldweg erklärt, dass wir jetzt einfach nicht mehr weitergehen, Reader.Und zwar mit einer Überzeugungskraft, um die ihn jeder Verkäufer beneiden würde. „Meine Schuhe sind kaputt." Ich schau mir die Schuhe an. Fest zugebunden, keine Naht offen, an den richtigen Füßen. „Was ist kaputt dran?" „Sie sind zu leise. Ich hör mich selbst nicht mehr gehen." (Solche Sätze sammle ich mittlerweile wie andere Leute Briefmarken. Im Storyletter Club...
Samstagvormittag, Reader. Garten, Sonne, und mittendrin Bubi mit einer Schnecke in der Hand und einer Miene, als würde er gleich vor Gericht plädieren. „Mama. Die darf bleiben. Die frisst nur Dienstags-Blätter." Drei Sekunden Stille... dann dieser Blick. Todernst. Als würde grad die Zukunft der ganzen Schneckenpopulation dranhängen. Ich hab sofort ja gesagt. (Über den Wahrheitsgehalt von Dienstags-Blätter-Diäten reden wir lieber ein andermal.) Der Grund für mein Ja war simpel. Ein einziges,...
Reader, vierzig Jahre lang lag der Rubik's Cube bei mir zwischen Schrottschublade und Trotzobjekt. (Ja, so ein Trotz braucht Platz.) Mein Bruder hat's über die Jahre locker fünfzig Mal probiert. Jedes Mal dasselbe Spiel: Er dreht und erklärt, dreht dann wieder. Und ich blieb spätestens nach einer Viertelstunde bei "so, jetzt reicht's" hängen, der Würfel flog nicht unbedingt elegant in die Ecke. Jetzt der Urlaub. Mein Bruder war mit dabei, genauso wie Bubi und seine zwei Halbschwestern. Und...